Kriegssystem I: Konvergenz bei Gaugamela
Einzelausstellung auf Systembasis (sammlungsbasiert)
02 May 2026Kriegsystem I: Konvergenz bei Gaugamela präsentiert eine eigenständige Ausstellung, die als Kriegssystem und nicht als historische Erzählung strukturiert ist. Im Zentrum steht Schlacht von Gaugamela (2000–2002), ein großformatiges Gemälde, das Konflikt als Feld interagierender Kräfte—strategisch, räumlich und menschlich—anstatt als darstellende Szene konstruiert.
Die Ausstellung ist als einheitliche räumliche Konfiguration organisiert, in der alle Werke relational funktionieren. Um das zentrale Gemälde herum bilden vier weitere Arbeiten—Philipp II. von Makedonien (2021), Alexander der Große (2009), Dareios III (2005) und Babylonischer Mensch (2008)—ein System aus gegensätzlichen und komplementären Bedingungen. Zusammen artikulieren sie Formation, Expansion, Widerstand und Nachwirkung als koexistierende Zustände statt als sequentielle Ereignisse.
Die Installation widersetzt sich einer linearen Lesart. Bedeutung entsteht durch Nähe, Maßstab und räumliche Orientierung. Das zentrale Werk fungiert als Konvergenzpunkt, während die umgebenden Gemälde als autonome, aber miteinander verbundene Strukturen innerhalb desselben Systems operieren.
Als sammlungsbasierte Ausstellung stellt Kriegsystem I die interne Logik der Werke über eine externe historische Erzählung. Jedes Gemälde funktioniert als vollständiges Wahrnehmungssystem und bleibt gleichzeitig in einem gemeinsamen strukturellen Rahmen verankert.
Als Teil des umfassenderen Projekts 6 WARS bildet diese Ausstellung ein einzelnes Kriegssystem innerhalb einer größeren konzeptuellen Architektur. Sie funktioniert unabhängig und ohne Bezug zu den anderen Systemen.
